

Fritz der Frosch saß am Teichrand. Es war schon dunkel. Der Mond schien hell am Himmel. "Was für eine schöne Nacht", sagte Fritz. Er schaute zu den Sternen hinauf. Plötzlich sah er etwas Merkwürdiges. Im Gras leuchteten kleine Lichter! "Oh nein!", rief Fritz. "Die Sterne fallen herunter! Ich muss sie retten!" Er hüpfte schnell vom Teichrand ins Gras.

Fritz hüpfte zu den leuchtenden Punkten. "Hab keine Angst, kleiner Stern!", rief er. Aber das Licht flog weg! Fritz hüpfte hinterher. Seine gelbe Schleife wackelte lustig. Das Licht flog im Zickzack durch die Luft. "Warte doch!", rief Fritz. Er hüpfte über Steine und unter Blätter. Das war schwieriger als gedacht! Die Lichter waren überall. Manche flogen hoch, manche niedrig.

Fritz schaute sich um. Überall leuchteten die kleinen Lichter! "So viele Sterne!", staunte er. "Wie soll ich die alle zurück an den Himmel bringen?" Fritz versuchte, ein Licht zu fangen. Es flog zwischen seinen Händen hindurch. Er versuchte es noch einmal. Und noch einmal! "Das ist unmöglich!", sagte Fritz erschöpft. Er setzte sich auf ein weiches Blatt. Seine grünen Beine taten weh.

Fritz überlegte. "Vielleicht brauche ich einen Plan", dachte er. Er schaute nach oben zum Himmel. Alle Sterne waren noch da! "Das ist seltsam", murmelte Fritz. "Warum sind die Sterne noch oben, wenn sie hier unten sind?" Er kratzte sich am Kopf. Das verstand er nicht. Fritz beschloss, ganz still zu sitzen. Vielleicht kam ein Licht näher. Er wartete und wartete.

Ein Licht schwebte direkt vor Fritz' Nase! Er hielt ganz still den Atem an. Das Licht kam näher und näher. Jetzt konnte Fritz etwas sehen! Es war ein kleines Tier! "Du bist kein Stern!", flüsterte Fritz erstaunt. Das Tier hatte Flügel und einen leuchtenden Körper. Es flog vor Fritz hin und her. "Wer bist du?", fragte Fritz leise. Das Tier antwortete nicht.

Plötzlich landete das leuchtende Tier auf Fritz' Kopf. Fritz erschrak! Aber es tat nicht weh. "Hallo?", sagte Fritz vorsichtig. Das kleine Wesen krabbelte auf seinen Rücken. Fritz konnte sein eigenes grünes Fell im Licht sehen! "Du bist wie eine wandelnde Laterne!", lachte Fritz. Das Tier flog wieder hoch. Es leuchtete hell auf. Dann flog es im Kreis um Fritz herum.

Mehr leuchtende Tiere kamen! Sie flogen um Fritz herum wie ein Tanz. Fritz lachte fröhlich. Seine gelbe Schleife leuchtete im Schein der vielen Lichter. "Ihr seid wunderschön!", rief Fritz. Die Tiere tanzten höher und höher. Dann sanken sie wieder herab. Sie machten Muster in der Luft. Fritz versuchte, den Mustern zu folgen. Er drehte sich im Kreis. Das machte Spaß!

"Wer macht denn hier so viel Lärm?", fragte eine Stimme. Fritz schaute nach oben. Auf einem Ast saß eine alte Eule. "Entschuldigung", sagte Fritz. "Ich versuche, die Sterne zurück an den Himmel zu bringen!" Die Eule lachte leise. "Das sind keine Sterne, kleiner Frosch. Das sind Glühwürmchen!" "Glühwürmchen?", fragte Fritz verwirrt. Die Eule nickte weise. "Sie leben hier im Gras."

"Glühwürmchen haben Licht in ihrem Körper", erklärte die Eule. "Sie benutzen es, um miteinander zu sprechen." Fritz' große Augen wurden noch größer. "Sie sprechen mit Licht?" "Genau", sagte die Eule. "Siehst du, wie sie aufleuchten und wieder dunkel werden?" Fritz schaute genau hin. Die Eule hatte recht! "Das ist ja toll!", rief Fritz begeistert. "Viel besser als gefallene Sterne!"

Ein Glühwürmchen landete auf Fritz' gelber Schleife. "Hallo, Glühwürmchen!", sagte Fritz sanft. "Tut mir leid, dass ich euch fangen wollte." Das Glühwürmchen leuchtete hell auf. "Ich glaube, es verzeiht dir", sagte die Eule lächelnd. Fritz strahlte. "Können wir Freunde sein?" Das Glühwürmchen leuchtete zweimal. "Ich denke, das bedeutet ja", kicherte Fritz glücklich. Die Eule nickte zustimmend.

Alle Glühwürmchen begannen zusammen zu leuchten. Es sah aus wie ein Feuerwerk! Fritz tanzte und hüpfte zwischen ihnen. Seine gelbe Schleife wippte fröhlich. Die Eule klatschte mit ihren Flügeln. "Das ist das Schönste, was ich je gesehen habe!", rief Fritz. Die Glühwürmchen schienen zu antworten. Sie leuchteten in verschiedenen Rhythmen. Fritz fühlte sich wie in einem Traum. Die Nacht war magisch!

Fritz gähnte müde. "Ich glaube, es ist Zeit für mich zu schlafen." Die Eule nickte. "Gute Nacht, kleiner Fritz." Die Glühwürmchen leuchteten als Abschied. Fritz hüpfte zurück zu seinem Teich. Er schaute noch einmal zurück. Die Lichter tanzten immer noch im Gras. "Danke für das Abenteuer!", rief Fritz. Er legte sich schlafen. Im Traum tanzte er mit leuchtenden Sternen und Glühwürmchen.
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