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Im goldenen Morgenlicht des Bienenstocks schwebt Willi die Waldbiene vor leeren Waben, seine Fliegerbrille sitzt hoch auf dem Kopf. Er hebt erstaunt eine Pfote, während die honiglosen Zellen ringsum schimmern.
Willi die Waldbiene flog zum Bienenstock. Er wollte Frühstück holen. Aber oh nein! Der ganze Honig war weg! Die Waben waren leer. Willi setzte seine Fliegerbrille auf den Kopf. "Das ist ein Fall für mich", summte er aufgeregt. Seine gelb-schwarzen Streifen leuchteten in der Morgensonne. Willi beschloss, wie ein echter Detektiv zu ermitteln. Das Abenteuer konnte beginnen!
Vor dem Stockeingang im sonnigen Morgengras beugt sich Willi die Waldbiene über klebrige Honigtropfen, die auf grünen Halmen glitzern. Er folgt der funkelnden Spur ins hohe Gras, die Flügel leicht vibrierend.
Willi flog nach draußen. Er suchte überall nach Spuren. Am Eingang entdeckte er klebrige Tropfen. "Aha! Honigtropfen!", rief Willi. Die Tropfen führten ins hohe Gras. Willi folgte der Spur aufmerksam. Seine Netzflügel summten leise. Er fühlte sich wie ein richtiger Detektiv. Was würde er wohl finden? Willi flog weiter durch das grüne Gras.
Zwischen dicht aufragenden Grashalmen, von gefiltertem Vormittagslicht gestreift, schiebt sich Willi die Waldbiene vorsichtig voran und richtet immer wieder seine rutschende Fliegerbrille. Frische Honigtropfen glitzern am Blatt, direkt vor seiner Nase.
Das Gras war sehr hoch und dicht. Willi musste vorsichtig fliegen. Die Honigspur wurde deutlicher. Manchmal blieb er stehen und schaute genau hin. "Die Spur ist noch frisch", summte er. Seine Fliegerbrille rutschte ihm fast von der Stirn. Willi schob sie wieder hoch. Er flog zwischen Grashalmen hindurch. Der Übeltäter musste ganz nah sein!
Am Rand eines schattigen Gebüschs, wo Morgensonne nur Flecken wirft, schwebt Willi die Waldbiene nahezu lautlos und lauscht auf lautes Schmatzen hinter den Blättern. Seine Flügel sind angelegt, der Blick gespannt.
Plötzlich hörte Willi ein Schmatzen. Es kam aus einem dichten Gebüsch. Willi flog ganz leise näher heran. Seine Flügel machten kaum ein Geräusch. Das Schmatzen wurde lauter. "Wer ist da?", flüsterte Willi mutig. Sein Herz klopfte schnell. Er war aufgeregt und ein bisschen nervös. Aber ein guter Detektiv gibt nicht auf! Willi flog noch näher.
In einer kleinen sonnigen Lichtung hinter dem Gebüsch sitzt ein junger Igel namens Stachel mit Honig verschmiertem Gesicht neben einem übervollen Topf. Willi die Waldbiene schwebt davor, Augen weit aufgerissen.
Hinter dem Gebüsch saß jemand Kleines. Es war ein junger Igel! Er hatte Honig am ganzen Gesicht. Neben ihm stand ein großer Topf mit Honig. "Aha! Du bist der Honigdieb!", rief Willi. Der Igel erschrak sehr. Seine Stacheln stellten sich auf. "Bitte sei nicht böse", piepste der Igel leise. Tränen kullerten ihm über die Wangen.
Im milden Mittagslicht der Lichtung sitzt, weinend und honigverschmiert, ein junger Igel namens Stachel neben dem offenen Topf. Willi die Waldbiene schwebt dicht davor und legt sanft eine Pfote auf den Rand.
"Warum hast du unseren Honig genommen?", fragte Willi freundlich. Der kleine Igel weinte. "Ich hatte so großen Hunger", schluchzte er. "Ich habe seit zwei Tagen nichts gegessen. Der Honig roch so gut!" Willi sah, wie dünn der Igel war. Sein flauschiger Körper fühlte Mitleid. "Du armer Kerl", summte Willi sanft. Er verstand nun alles.
Auf der sonnengefleckten Lichtung sitzen Willi die Waldbiene und ein junger Igel namens Stachel dicht beieinander im Gras. Willi tippt nachdenklich an seine glitzernde Fliegerbrille, während Stachel hoffnungsvoll aufschaut.
Willi setzte sich neben den Igel. "Wie heißt du?", fragte er freundlich. "Ich bin Stachel", antwortete der Igel. Willi dachte nach. Seine Fliegerbrille glitzerte im Sonnenlicht. "Ich habe eine Idee!", summte er fröhlich. "Du musst nicht mehr stehlen, Stachel." Der kleine Igel schaute hoffnungsvoll. "Was meinst du?", fragte Stachel neugierig. Willi lächelte warmherzig.
Auf dem sonnenhellen Pfad vor dem Bienenstock fliegt Willi die Waldbiene langsam voraus, während ein junger Igel namens Stachel den Honigtopf mühsam trägt. Vor dem Eingang sammeln sich summende Bienen in gespanntem Halbkreis.
"Komm mit mir", sagte Willi. Stachel nahm den Honigtopf. Zusammen gingen sie zum Bienenstock zurück. Willi flog langsam, damit Stachel mithalten konnte. Die anderen Bienen summten aufgeregt. "Willi hat den Dieb gefunden!", riefen sie. Aber Willi hob seine kleine Pfote. "Wartet! Hört mir zu!", summte er laut. Alle wurden still und lauschten gespannt.
Im warmen Nachmittagslicht vor dem Bienenstock schwebt Willi die Waldbiene hoch über dem Honigtopf und spricht zu dem Kreis aufmerksam lauschender Bienen. Ein junger Igel namens Stachel steht daneben, Kopf gesenkt, Pfoten verschränkt.
Willi erzählte Stachels Geschichte. "Er hatte großen Hunger und keine Familie", erklärte Willi. Die Bienen hörten aufmerksam zu. Manche nickten verständnisvoll. "Stachel wusste nicht, was er tun sollte", summte Willi weiter. Der kleine Igel schaute zu Boden. "Es tut mir so leid", flüsterte Stachel. Seine Stimme zitterte vor Angst. Würden die Bienen ihm verzeihen?
Am Stockeingang unter sanftem Abendlicht spricht die älteste Biene freundlich; ein junger Igel namens Stachel lauscht mit großen Augen, während Willi die Waldbiene daneben schwebt. Willi zeigt auf den Honigtopf und schlägt lächelnd das Teilen vor.
Die älteste Biene trat vor. "Stachel, wir verstehen dich", sagte sie freundlich. "Aber du hättest fragen sollen." Stachel nickte traurig. "Ich weiß. Es war falsch", sagte er leise. Willi summte fröhlich: "Lasst uns den Honig teilen!" Die Bienen summten zustimmend. "Gute Idee, Willi!", riefen sie alle. Stachel konnte es kaum glauben. Seine Augen leuchteten vor Freude.
Im honigduftenden Innenraum des Bienenstocks, erhellt von goldenem Wachslicht, reicht Willi die Waldbiene einen frisch gefüllten Topf an ein junger Igel namens Stachel. Fleißige Bienen wuchten glänzende Waben hinter ihnen vorbei.
Alle arbeiteten zusammen. Die Bienen holten neue Waben mit Honig. Willi füllte einen kleinen Topf für Stachel. "Das ist für dich", summte er glücklich. Stachel strahlte vor Freude. "Danke, lieber Willi! Danke, liebe Bienen!" Der Rest des Honigs kam zurück in den Stock. Genug für alle war da. Die Bienen summten ein fröhliches Lied. Stachel summte mit.
Auf einer sonnendurchfluteten Wiesenlichtung setzt Willi die Waldbiene lachend seine Fliegerbrille auf ein junger Igel namens Stachel, der durchs Gras springt. Bunte Blumen und tanzende Pollen füllen den warmen Sommerhintergrund.
Von diesem Tag an waren alle Freunde. Stachel besuchte den Bienenstock oft. Er half den Bienen bei der Gartenarbeit. Willi und Stachel spielten zusammen im Gras. Die Fliegerbrille teilte Willi manchmal mit seinem Freund. "Du bist ein toller Detektiv", sagte Stachel. Willi lächelte stolz. "Und du bist ein toller Freund!" Zusammen waren sie glücklich. Das Rätsel war gelöst!