

Hans der Bergbock stand auf seinem Lieblingsfelsen. Er schaute in die Ferne. Dort oben am Berg sah er etwas Glänzendes. "Was ist das?", fragte er sich. Es war weiß und groß. "Ich muss das sehen!", rief Hans aufgeregt. Er sprang von Stein zu Stein. Höher und höher ging es. Hans war sehr neugierig. Das Abenteuer begann.

Der Weg wurde steiler. Hans kletterte mutig weiter. Seine kleinen Hufe fanden jeden Halt. "Fast geschafft!", sagte er zu sich selbst. Die Luft wurde kälter. Hans sah Schnee auf den Steinen. Alles funkelte in der Sonne. Er kam dem weißen Geheimnis näher. Hans konnte es kaum erwarten. Noch ein paar Schritte.

Plötzlich stand Hans vor einer riesigen Eisfläche. Es war glatt und blau-weiß. "Wow!", staunte Hans. Der Gletscher war größer als alles was er kannte. Hans berührte vorsichtig das Eis. Es war kalt und glatt. Sein Huf rutschte ein bisschen. Hans lachte nervös. Das fühlte sich komisch an. Was sollte er nun tun?

"Hallo Hans!", rief eine Stimme. Hans drehte sich um. Drei Murmeltiere kamen den Berg herunter. "Ich bin Mia", sagte das erste. "Wir spielen oft hier", erklärte das zweite. "Willst du mitspielen?", fragte das dritte. Hans nickte freudig. Endlich hatte er Freunde gefunden. Die Murmeltiere kannten den Gletscher gut. Sie würden ihm helfen.

"Pass auf", sagte Mia. "Leg dich flach hin". Hans legte sich vorsichtig aufs Eis. "Jetzt schieb dich ab", rief Mia. Hans schob sich mit den Hufen. Whoooosh! Er rutschte über das Eis. "Hilfeeee!", rief Hans. Aber es machte Spaß! Er glitt immer schneller. Am Ende bremste er sanft. Hans lachte laut. Das war aufregend!

"Du musst die Hufe richtig einsetzen", erklärte Mia. Sie zeigte Hans wie man langsamer wurde. "Drück die Hufe so ins Eis", machte sie vor. Hans übte es mehrmals. Jetzt konnte er besser bremsen. "Prima gemacht!", lobten die Murmeltiere. Hans fühlte sich sicherer. Er rutschte noch einmal. Diesmal klappte alles perfekt. Hans strahlte stolz.

"Lass uns Verstecken spielen!", schlug Mia vor. Hans war begeistert. Die Murmeltiere versteckten sich zwischen Eisblöcken. Hans suchte überall. Er fand Mia hinter einem blauen Eishügel. Die anderen waren schwerer zu finden. Hans kletterte über kleine Eisberge. "Gefunden!", rief er fröhlich. Alle lachten zusammen. Der Gletscher war ein toller Spielplatz.

"Komm mit", flüsterte Mia geheimnisvoll. Sie führte Hans zu einer kleinen Höhle. Innen war alles blau. Das Licht schimmerte durch das Eis. "Wunderschön", sagte Hans leise. Seine Stimme hallte in der Höhle. Die Wände glitzerten wie Diamanten. Hans berührte das kalte Eis. Es fühlte sich glatt an. "Das ist magisch", staunte er.

Die Freunde wurden hungrig. Sie setzten sich auf einen flachen Eisblock. Hans hatte Gras und Kräuter mitgebracht. Die Murmeltiere teilten ihre Nüsse. "Schmeckt das gut", sagte Hans. Sie aßen und plauderten fröhlich. Die Sonne wärmte sie. Hans erzählte von seinem Felsen im Tal. Die Murmeltiere erzählten Gletschergeschichten. Es war gemütlich.

Nach dem Essen entdeckten sie eine steile Eisbahn. "Das sieht gefährlich aus", meinte Hans. "Nicht wenn wir zusammenhalten", sagte Mia. Sie bildeten eine Kette. Einer hinter dem anderen rutschten sie hinunter. Hans hielt sich fest an Mia. Gemeinsam glitten sie sicher nach unten. "Hurra!", jubelten alle. Zusammen war es einfacher. Hans lernte viel heute.

Die Sonne stand schon tief. Der Gletscher wurde golden. "Ich muss bald nach Hause", sagte Hans. Die Murmeltiere nickten verständnisvoll. "Kommst du morgen wieder?", fragte Mia. "Auf jeden Fall!", versprach Hans. Er verabschiedete sich von allen. Die neuen Freunde winkten ihm nach. Hans begann den Abstieg. Er war glücklich und müde.

Zu Hause erzählte Hans von seinem Abenteuer. Seine Familie hörte begeistert zu. "Der Gletscher ist wunderbar", schwärmte Hans. Er konnte die Nacht kaum erwarten. Morgen würde er wieder hinaufsteigen. Der Gletscher war nun sein Lieblingsort. Dort hatte er Freunde und Spaß. Hans träumte von Eis und Rutschpartien. Ein perfekter Tag ging zu Ende.