

Willi die Waldbiene summte fröhlich durch den Wald. Er wollte sein Lieblingsbuch lesen. „Wo ist meine Lesebrille?

Willi suchte überall. Ohne Brille sah er alles verschwommen. Die Blumen sahen aus wie bunte Wolken. „Oh nein!

Willi flog zu einer großen roten Blume. Sie wirkte wie ein geheimnisvolles Kunstwerk. „Wie schön alles aussieht!

Eine blaue Blume schimmerte wie ein Nebel. Willi staunte. „Ist das Zaubererei?

Gelbe Blüten leuchteten wie Sterne am Himmel. Willi vergaß fast seine Brille. „So habe ich die Welt noch nie gesehen!

Aber Willi wollte doch lesen. Er musste die Brille finden. „Ich suche im hohen Gras weiter.

Willi flog zu einem dicken Baum. War die Brille dort? Er suchte zwischen den Wurzeln. „Nichts zu sehen!

Über ihm rauschten grüne Blätter. Alles war so verschwommen. „Vielleicht liegt sie bei den Steinen?

Willi flog zum Bach. Das Wasser glitzerte unscharf. Er schaute genau hin. „Hier ist sie auch nicht!

Dann sah Willi einen roten Pilz mit weißen Punkten. Etwas blitzte darunter auf. „Was ist das?

Willi flog näher. Unter dem Pilz lag seine Lesebrille! „Hurra, ich habe sie gefunden!

Willi setzte die Brille auf. Jetzt sah er alles wieder scharf. Die Blumen waren schön, aber anders. „Ich bin froh, dass ich lesen kann. Aber die verschwommene Welt war auch toll!