

Waldzwerg Rudi stand im Morgenwald. Sein langer weißer Bart glänzte im Sonnenlicht. "Der Herbst kommt bald", sagte er fröhlich. "Ich mache ein großes Fest für alle!" Er hüpfte über Wurzeln. Seine Holzschuhe klapperten laut. "Beeren und Nüsse für jeden!" Er freute sich sehr auf das Festmahl. Die Vögel sangen schon.

Rudi fand einen Himbeerbusch. "Wie schön rot!", rief er. Er pflückte vorsichtig die Beeren. Sein Korb füllte sich schnell. Ein Eichhörnchen kam näher. "Sind die für dein Fest?", fragte es. "Ja!", lachte Rudi. "Du bist eingeladen!" Das Eichhörnchen half ihm gern. Sie sammelten zusammen viele Beeren. Rudis Bart wackelte fröhlich dabei.

Unter einer großen Eiche suchte Rudi Nüsse. Seine Holzschuhe klapperten lustig. "Hier sind so viele!", staunte er. Er füllte seinen zweiten Korb. Ein kleiner Igel rollte heran. "Darf ich auch kommen?", piepste er schüchtern. "Natürlich!", sagte Rudi freundlich. Der Igel sammelte kleine Nüsse. Zusammen arbeiteten sie fleißig. Der Korb wurde schwer und voll.

Rudi rief laut durch den Wald: "Festmahl heute Abend!" Die Vögel hörten es zuerst. Sie flogen von Baum zu Baum. "Ein Fest! Ein Fest!", zwitscherten sie überall. Die Nachricht verbreitete sich schnell. Alle Waldtiere freuten sich sehr. Ein Reh fragte: "Wo findet es statt?" "An der großen Lichtung!", rief Rudi zurück. Seine Augen funkelten vor Freude.

Rudi erreichte die schöne Lichtung. Blumen wuchsen überall im Kreis. "Der perfekte Platz!", sagte er glücklich. Er legte weiche Blätter aus. Die Körbe stellte er in die Mitte. Sein langer Bart wehte im Wind. Er sammelte noch bunte Herbstblätter. Damit schmückte er die Lichtung. Alles sah wunderschön und festlich aus. Rudi war sehr zufrieden.

Das Eichhörnchen kam als Erstes an. "Wow, wie schön!", rief es begeistert. Der Igel rollte gleich danach herbei. Drei kleine Mäuse folgten ihm. "Willkommen, willkommen!", lachte Rudi herzlich. Er führte alle zum Festplatz. Seine Holzschuhe klapperten vor Freude. Die Tiere bewunderten die Dekoration. "Du hast toll gearbeitet!", sagten sie. Rudi strahlte über beide Ohren.

Ein Fuchs trat vorsichtig hervor. "Bin ich auch willkommen?", fragte er. "Jeder ist willkommen!", sagte Rudi freundlich. Zwei Hasen hüpften auf die Lichtung. Ein Dachs kam langsam zwischen Bäumen hervor. Eine Familie Rehe trat ins Licht. Sogar eine weise Eule flatterte heran. Der Festplatz füllte sich mit Gästen. Alle grüßten sich höflich und freundlich.

"Das Fest beginnt jetzt!", rief Rudi fröhlich. Er öffnete die großen Körbe. Beeren glänzten in allen Farben. Nüsse lagen in Bergen da. "Bedient euch alle!", sagte er großzügig. Die Tiere kamen näher zum Essen. Jeder nahm, was er mochte. "Wie lecker!", riefen die kleinen Mäuse. Das Eichhörnchen knabberte glücklich an Haselnüssen. Alle aßen und waren zufrieden.

Nach dem Essen erzählte die Eule Geschichten. "Vom fernen Norden komme ich", begann sie. Alle hörten gespannt zu. Der Fuchs sang ein lustiges Lied. Die Hasen klatschten den Takt dazu. Rudis Holzschuhe klapperten zur Musik. "Singt alle mit!", rief der Igel. Die Lichtung füllte sich mit Melodien. Vögel zwitscherten die schönsten Töne. Es war wunderbar und gemütlich.

"Lasst uns tanzen!", schlug Rudi vor. Er sprang auf und hüpfte herum. Seine Holzschuhe klapperten im Rhythmus. Der lange weiße Bart flog dabei. Alle Tiere machten begeistert mit. Das Eichhörnchen drehte flinke Kreise. Die Mäuse tanzten Hand in Hand. Sogar der Dachs wackelte lustig. Die Blätter wirbelten im Wind mit. Es war ein fröhlicher Tanz für alle.

Die Sonne ging langsam unter. Sterne erschienen am dunklen Himmel. "Wie schön!", flüsterten die Tiere. Die Lichtung wurde magisch im Mondlicht. Glühwürmchen kamen und leuchteten hell. "Das ist wie Zauber", sagte Rudi. Sein Bart schimmerte silbern jetzt. Die Waldgeister fühlten sich geborgen. Alle saßen eng zusammen. Die Nacht war warm und friedlich.

"Danke für das schöne Fest!", sagten alle. Rudi lächelte müde aber glücklich. "Kommt im Frühling wieder!", bat er. Die Tiere versprachen es gerne. Einer nach dem anderen ging heim. Sie winkten zum Abschied herzlich. Rudi räumte die Lichtung auf. Seine Holzschuhe klapperten leise jetzt. Der Mond begleitete ihn nach Hause. Es war das beste Fest gewesen.