

Stefan der Storch stand am blauen See. Er trug rote Stiefel und seinen Tiroler Hut mit der Feder. "Heute übe ich!", sagte er fröhlich. Stefan hob ein Bein hoch. Er wackelte ein bisschen. "Das wird lustig!", lachte er. Der See glitzerte in der Sonne. Stefan war bereit für seinen großen Tag.

Eine kleine Ente schwamm vorbei. "Was machst du da, Stefan?", fragte sie neugierig. "Ich übe das Stehen auf einem Bein", erklärte Stefan stolz. Die Ente quakte laut. "Das können alle Vögel!", rief sie. Sie schwamm schnell weg. Bald wussten alle Tiere am See von Stefans Übung. "Wir werden sehen!", dachte Stefan leise.

Am nächsten Morgen kamen viele Vögel zum See. "Wer kann am längsten auf einem Bein stehen?", rief ein Spatz. Alle waren aufgeregt. Stefan setzte seinen Hut gerade. "Ich bin bereit!", sagte er. Die Vögel stellten sich in einer Reihe auf. "Auf die Plätze, fertig, los!", piepste der kleine Spatz laut.

Alle Vögel hoben ein Bein. Der Spatz wackelte sofort. "Oh nein!", rief er und fiel um. Die Taube hielt zehn Sekunden durch. Dann landete auch sie auf beiden Beinen. Stefan stand ruhig da. Seine roten Stiefel leuchteten in der Sonne. "Ich bleibe stehen", flüsterte er sich selbst zu. Sein Hut wackelte nicht.

Eine Minute verging. Die meisten Vögel standen schon wieder auf zwei Beinen. "Stefan steht noch!", staunte die Ente. Stefan lächelte. Sein langes Bein war stark und stabil. Die Feder an seinem Hut bewegte sich im Wind. "Du schaffst das!", rief ein Vogel. Stefan nickte leicht. Er fühlte sich gut und stark.

"Ich versuche es auch!", rief ein Reiher. Er war groß und stark. Der Reiher hob sein Bein hoch. Er stand neben Stefan am Ufer. "Das ist einfach", sagte der Reiher stolz. Auch eine Möwe kam dazu. "Ich bin die Beste!", rief sie laut. Jetzt standen drei Vögel auf einem Bein. Der Wettbewerb wurde spannend.

Zwei Minuten waren vergangen. Der Reiher begann zu wackeln. "Mein Bein wird müde", klagte er. Er versuchte, still zu stehen. Aber es half nichts mehr. Mit einem Plumps stellte er beide Beine hin. "Stefan und die Möwe stehen noch!", rief der Spatz. Alle Tiere schauten gespannt zu. Wer würde gewinnen?

Die Möwe strengte sich sehr an. Ihr Bein zitterte ein wenig. Stefan stand ruhig wie eine Statue. Seine roten Stiefel glänzten. "Wie machst du das?", fragte die Möwe atemlos. Stefan antwortete nicht. Er blieb ganz konzentriert und ruhig. Die Möwe wackelte immer mehr. Drei Minuten waren fast vorbei. Stefan atmete tief und gleichmäßig.

"Geduld ist mein Geheimnis", sagte Stefan sanft. Er stand immer noch fest auf einem Bein. Die Möwe seufzte laut. "Ich kann nicht mehr!", rief sie erschöpft. Sie stellte ihr Bein herunter. Alle Tiere klatschten. Stefan stand allein da, immer noch auf einem Bein. Sein Tiroler Hut saß perfekt. Er hatte es geschafft!

"Stefan hat gewonnen!", riefen alle Tiere zusammen. Stefan stellte sein Bein vorsichtig herunter. Er verbeugte sich höflich. Die Feder an seinem Hut wackelte fröhlich. "Danke, liebe Freunde", sagte er bescheiden. Alle Vögel umringten ihn. Sie wollten wissen, wie er so lange durchhalten konnte. Stefan lächelte freundlich und glücklich.

"Üben und Geduld", erklärte Stefan den anderen Vögeln. "Jeden Tag habe ich am See geübt." Die Vögel hörten aufmerksam zu. "Ihr müsst ruhig bleiben und nicht aufgeben", sagte er weise. Der kleine Spatz nickte eifrig. "Ich will auch üben!", piepste er begeistert. Stefan lächelte. "Dann kommt morgen wieder zum See. Wir üben zusammen!"

Die Sonne ging langsam unter. Der See leuchtete golden. Stefan setzte seinen Hut ab und winkte allen zu. "Bis morgen, Freunde!", rief er fröhlich. Die Vögel flogen nach Hause. Sie sprachen über den tollen Wettbewerb. Stefan stand noch einen Moment am Ufer. Er war glücklich und zufrieden. Es war ein wunderschöner Tag gewesen.