

Fritz der Frosch wachte früh auf. Heute war sein erster Schultag! Er band seine kleine gelbe Fliege um und schaute in den Teich. "Ich bin nervös", sagte er zu sich selbst. Seine Mama gab ihm einen Kuss. "Du wirst es toll machen, Fritz!" Fritz hüpfte langsam Richtung Waldschule. Sein Herz klopfte schnell. "Was, wenn die anderen mich nicht mögen?" dachte er. Aber dann erinnerte er sich an seine vielen Abenteuer.

Die Waldschule stand zwischen hohen Bäumen. Fritz sah viele andere Frösche und Kröten. "Willkommen!", rief Frau Molch, die Lehrerin. Sie hatte braune Flecken und ein freundliches Lächeln. Fritz setzte sich neben einen kleinen Laubfrosch. "Ich bin Leo", flüsterte der Laubfrosch. "Ich bin Fritz", antwortete er leise. Leo sah genauso nervös aus wie Fritz. Das machte Fritz ein bisschen mutiger. Vielleicht war er nicht der Einzige, der aufgeregt war.

Frau Molch sprach: "Heute lernen wir über Pflanzen im Wald." Sie zeigte ein großes grünes Blatt. "Wer kennt diese Pflanze?" Niemand meldete sich. Fritz erinnerte sich an sein Abenteuer am Fluss. "Das ist ein Seerosenblatt!", rief er. Frau Molch lächelte. "Fast richtig, Fritz! Es ist ein Ahornblatt." Fritz wurde rot. Aber Frau Molch sagte: "Es ist gut, dass du dich traust!" Die anderen Schüler nickten.

In der Pause spielten alle am kleinen Bach. Leo konnte nicht gut schwimmen. "Das Wasser ist zu schnell!", rief er ängstlich. Fritz erinnerte sich, wie er Schwimmen gelernt hatte. "Ich zeige dir einen Trick!", sagte Fritz. Er zeigte Leo, wie man mit den Beinen paddelt. Leo versuchte es. "Es funktioniert!", rief Leo glücklich. Andere Frösche kamen und schauten zu. Fritz fühlte sich weniger nervös. Helfen machte Spaß!

Nach der Pause war Matheunterricht. Frau Molch fragte: "Wenn drei Fliegen auf einem Blatt sitzen und zwei wegfliegen, wie viele bleiben?" Viele Schüler waren verwirrt. Fritz hob die Hand. "Eine Fliege!", sagte er. "Richtig!", lobte Frau Molch. Ein größerer Frosch namens Bruno murmelte: "Das war leicht." Aber Fritz sah, dass Bruno vorher auch nicht die Antwort wusste. Fritz lächelte einfach. Er musste nicht angeben.

Danach kam Hüpfunterricht. Alle sollten über einen kleinen Baumstamm springen. Leo hatte Angst. "Das ist zu hoch!", weinte er fast. Fritz erinnerte sich an sein Abenteuer im Gebirge. "Sieh auf die andere Seite, nicht nach unten", riet Fritz. Leo versuchte es und schaffte es! "Danke, Fritz!", rief Leo begeistert. Frau Molch klatschte. "Gute Hilfe, Fritz!" Fritz strahlte. Seine Abenteuer halfen ihm wirklich!

Beim Mittagessen saß Bruno allein. Er sah traurig aus. Fritz hüpfte zu ihm. "Ist alles in Ordnung?", fragte Fritz freundlich. Bruno seufzte. "Ich kann nicht gut singen. Gleich haben wir Musikunterricht." Fritz nickte verständnisvoll. "Ich konnte auch mal etwas nicht", sagte Fritz. "Aber Üben hilft!" Bruno schaute überrascht. "Wirklich?" Fritz nickte. "Wir können zusammen üben!" Bruno lächelte zum ersten Mal. "Danke, Fritz."

Im Musikunterricht sollten alle ein Lied über den Wald singen. Bruno war nervös. Fritz saß neben ihm. "Quak leise mit mir", flüsterte Fritz. Sie sangen zusammen. Bruno traf nicht alle Töne, aber er versuchte es. Frau Molch lächelte. "Schön, dass ihr zusammen singt!" Nach dem Lied sagte Bruno: "Das war nicht so schlimm!" Fritz war froh. "Siehst du? Zusammen ist es einfacher!", sagte Fritz.

Am Nachmittag fragte Frau Molch: "Wer hat eine Geschichte zu erzählen?" Fritz dachte an seine vielen Abenteuer. Er hob die Hand. "Ich bin einmal durch einen dunklen Wald gehüpft", begann Fritz. Alle hörten gespannt zu. Fritz erzählte von Mut und neuen Freunden. "Wow!", rief Leo. "Du hast viel erlebt!" Fritz fühlte sich stolz. Seine Erfahrungen waren wertvoll. Die anderen Schüler stellten viele Fragen.

Nach der Geschichtenstunde kamen viele Schüler zu Fritz. "Kannst du mir auch beim Schwimmen helfen?", fragte eine kleine Kröte. "Erzählst du uns mehr Geschichten?", bat ein anderer Frosch. Fritz war überwältigt. So viele wollten seine Freunde sein! Leo und Bruno standen neben ihm. "Fritz ist der beste Helfer!", sagte Leo. Bruno nickte. "Und er ist nett!" Fritz strahlte. Schule war doch toll!

Als die Schule endete, hüpfte Fritz mit Leo und Bruno nach Hause. "Kommst du morgen wieder?", fragte Leo hoffnungsvoll. "Natürlich!", rief Fritz fröhlich. Bruno fügte hinzu: "Wir können zusammen üben!" Fritz nickte begeistert. Der Weg nach Hause fühlte sich viel kürzer an als der Hinweg. Fritz' gelbe Fliege glänzte in der Sonne. Er hatte sich so viele Sorgen gemacht. Aber jetzt freute er sich schon auf morgen!

Zu Hause erzählte Fritz seiner Mama alles. "Ich hatte Angst, dass ich nichts kann", sagte Fritz. "Aber meine Abenteuer haben mir viel beigebracht!" Seine Mama umarmte ihn stolz. "Und du hast anderen geholfen", sagte sie. Fritz nickte. "Ja! Leo kann jetzt schwimmen und Bruno singt!" Er kuschelte sich an seine Mama. "Schule ist toll", flüsterte Fritz glücklich. Dann schlief er mit einem Lächeln ein, träumend vom nächsten Schultag.
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