

Fritz der Frosch hüpfte fröhlich durch den Wald. Er trug seine gelbe Fliege und summte ein Lied. Am Teich sah er eine große Schildkröte auf einem Stein sitzen. "Guten Tag! Ich bin Fritz!", rief er. Die Schildkröte schaute grimmig. "Ich bin Gertrude. Was willst du?", brummte sie. Fritz lächelte breit. "Ich möchte dein Freund sein!" Gertrude schnaubte nur und drehte den Kopf weg.

"Warum bist du so mürrisch?", fragte Fritz neugierig. Gertrude seufzte tief. "Ich habe schon alles gesehen. Nichts ist mehr lustig." Fritz bekam große Augen. "Dann werde ich dich zum Lachen bringen!" Er machte einen großen Sprung und landete mit einem Platsch im Wasser. Gertrude schaute nur kurz hin. "Das war nichts Besonderes", sagte sie gelangweilt. Fritz kletterte wieder heraus. Er gab nicht auf!

Fritz stellte sich vor Gertrude hin. Er zog komische Grimassen. Er kreuzte die Augen und blähte die Backen auf. "Schau mal, wie lustig ich aussehe!" Gertrude blinzelte müde. "Ich habe schon tausend Frösche gesehen", sagte sie. Fritz versuchte es anders. Er streckte die Zunge ganz weit heraus. Gertrude gähnte nur. "Sehr witzig", murmelte sie sarkastisch. Fritz kratzte sich am Kopf. Das war schwieriger als gedacht!

"Vielleicht magst du Musik!", rief Fritz begeistert. Er begann laut zu quaken. "Quak quak quak, la la la!" Fritz hüpfte im Takt herum. Seine gelbe Fliege wackelte lustig hin und her. Gertrude schloss die Augen. "Zu laut", brummte sie. Fritz sang leiser und sanfter. "Quaaaak", machte er melodisch. Gertrude öffnete ein Auge. "Etwas besser", gab sie zu. Fritz war erfreut!

Fritz erinnerte sich an lustige Witze. "Was macht ein Frosch im Winter?", fragte er. Gertrude antwortete nicht. "Er friert!", lachte Fritz laut. Gertrude verzog keine Miene. Fritz erzählte noch einen Witz. "Warum tragen Schildkröten Panzer?" Gertrude seufzte. "Weil sie keine Jacken haben!", kicherte Fritz. "Das ist uralt", sagte Gertrude trocken. Fritz' Lächeln wurde kleiner. Aber er machte weiter!

Fritz hatte eine neue Idee. Er kletterte auf einen hohen Stein. "Schau zu, Gertrude!" Er machte einen Salto in der Luft. Platsch! Er landete im Wasser. Gertrude schaute zu. "Nett", sagte sie gleichgültig. Fritz versuchte einen Rückwärtssalto. Er landete auf seinem Bauch. "Autsch!" Gertrude bewegte sich ein kleines Stück. "Pass auf dich auf", sagte sie leise. Fritz spürte, dass sie sich sorgte!

Fritz setzte sich erschöpft hin. Seine gelbe Fliege hing schief. "Ich habe alles versucht", sagte er traurig. Gertrude schaute ihn lange an. "Warum ist es dir so wichtig?", fragte sie ruhig. Fritz dachte nach. "Weil niemand immer mürrisch sein sollte. Jeder verdient Freude!" Gertrude schwieg einen Moment. "Du gibst nicht auf", stellte sie fest. Fritz nickte tapfer. "Niemals!" Gertrude schien nachzudenken.

"Ich war nicht immer so", begann Gertrude leise. Fritz hörte aufmerksam zu. "Früher habe ich viel gelacht. Aber die Jahre machten mich einsam." Fritz rutschte näher. "Du bist nicht einsam! Ich bin hier!" Gertrude schaute ihn an. Ihre Augen waren sanfter. "Du bist sehr hartnäckig, kleiner Frosch." Fritz lächelte hoffnungsvoll. "Heißt das, wir sind Freunde?" Gertrude schwieg, aber sie lächelte fast.

Fritz hatte eine letzte Idee. "Lass uns zusammen etwas machen!" Er suchte schöne Steine am Ufer. "Hilf mir, einen Turm zu bauen!" Gertrude zögerte. Dann schob sie langsam einen Stein zu Fritz. Zusammen stapelten sie die Steine. Der Turm wurde höher und höher. "Das macht Spaß", gab Gertrude zu. Fritz strahlte. "Siehst du! Zusammen ist alles schöner!" Der Turm wackelte lustig.

Der Steinturm wackelte gefährlich. "Oh nein!", rief Fritz. Die Steine fielen polternd um. Sie rollten überall hin. Ein Stein landete auf Fritz' Kopf. "Autsch!" Fritz sah so verdutzt aus. Seine Fliege saß nun verkehrt herum. Gertrude schaute zu. Plötzlich kam ein seltsames Geräusch aus ihrem Mund. War das ein Kichern? Fritz hob hoffnungsvoll den Kopf. Gertrude versuchte ernst zu bleiben.

Fritz stand auf und schüttelte sich. Seine Fliege flog durch die Luft. Er versuchte sie zu fangen. Fritz hüpfte wild herum. Er stolperte über seine eigenen Füße. "Ups!" Er landete im Schlamm. Da konnte Gertrude nicht mehr widerstehen. Ein tiefes Lachen kam aus ihr heraus. "Ha ha ha!", lachte sie laut. Fritz war ganz schmutzig, aber glücklich. "Du lachst!", jubelte er. Gertrude lachte noch mehr!

Fritz putzte sich sauber. Gertrude lächelte immer noch. "Du hast es geschafft, kleiner Frosch", sagte sie warm. Fritz setzte seine Fliege wieder auf. "Wir sind jetzt Freunde, oder?" Gertrude nickte freundlich. "Ja, beste Freunde." Sie verbrachten den Rest des Tages zusammen. Fritz erzählte Geschichten. Gertrude hörte zu und lachte oft. Von diesem Tag an waren sie unzertrennlich. Der Teich war voller Freude und Lachen!
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