

Hans der Bergbock sprang über die Felsen. Seine goldenen Hörner glänzten in der Sonne. Plötzlich sah er etwas Weißes. Eine flauschige Wolke hing zwischen den Felsen! Sie sah so weich aus. Hans wollte sie berühren. Er streckte seine kleinen Hufe aus. Die Wolke schwebte ganz nah. Hans machte einen großen Sprung. Aber die Wolke bewegte sich weg.

Hans kletterte höher. Die Wolke war jetzt über ihm. Er sprang von Stein zu Stein. Seine Hufe klapperten auf den Felsen. Die Wolke tanzte im Wind. Sie drehte sich wie ein weißer Ball. Hans streckte sich ganz lang. Fast konnte er sie berühren! Aber die Wolke glitt wieder weg. Hans seufzte. Das war schwieriger als gedacht.

Die Wolke bewegte sich bergauf. Sie tanzte zwischen den hohen Felsen. Hans folgte ihr schnell. Er sprang über kleine Bäche. Die Wolke wirbelte im Wind. Sie machte lustige Formen. Manchmal sah sie wie ein Schaf aus. Dann wie ein großer Vogel. Hans lachte. Die Wolke spielte mit ihm! Aber er wollte sie immer noch fangen.

Hans kletterte weiter bergauf. Die Luft wurde kühler. Seine Beine wurden müde. Aber die Wolke war noch da. Sie schwebte vor ihm. Hans machte eine kurze Pause. Er atmete tief ein. Die Wolke wartete auch. Sie bewegte sich langsam im Wind. Hans dachte nach. Warum konnte er sie nicht fangen? Die Wolke tanzte weiter.

Hans hatte eine Idee. Er würde ganz schnell rennen! Dann könnte er die Wolke überraschen. Hans nahm Anlauf. Er rannte so schnell er konnte. Seine Hufe flogen über die Steine. Die Wolke kam näher. Hans sprang hoch in die Luft. Er streckte alle vier Beine aus. Aber die Wolke glitt durch seine Hufe. Sie war wie Luft!

Die Wolke machte eine lustige Drehung. Es sah aus, als würde sie lachen. Hans setzte sich auf einen Felsen. Er war verwirrt. Die Wolke konnte man nicht festhalten. Sie war zu leicht. Zu luftig. Hans schaute die Wolke an. Die Wolke schaute zurück. Der Wind trug sie sanft hin und her. Sie tanzte weiter.

Hans legte seinen Kopf schief. Warum wollte er die Wolke fangen? Sie war so schön, wenn sie tanzte. Sie war frei im Himmel. Hans schaute um sich. Die Berge waren wunderschön. Der Himmel war blau. Die Wolke gehörte hierher. Sie gehörte zum Himmel. Hans verstand etwas Neues. Manche Dinge sollte man nicht fangen.

Hans stand auf. Er schaute zur Wolke hoch. Sie schwebte friedlich im Wind. Hans lächelte. Die Wolke konnte sein Freund sein. Auch ohne sie zu fangen. Er konnte sie beobachten. Er konnte mit ihr bergauf laufen. Die Wolke tanzte eine kleine Runde. Hans tanzte auch. Er sprang von Fels zu Fels. Das machte Spaß!

Hans und die Wolke bewegten sich zusammen. Hans sprang nach links. Die Wolke flog nach links. Hans sprang nach rechts. Die Wolke folgte ihm. Sie spielten ein neues Spiel. Ein Spiel ohne Fangen. Hans fühlte sich glücklich. Die Wolke wirkte auch glücklich. Der Wind trug sie sanft. Hans hüpfte leicht über die Steine. Das war viel besser!

Der Wind wurde stärker. Die Wolke begann wegzufliegen. Hans schaute zu. Die Wolke bewegte sich langsam fort. Hans winkte mit seinem Huf. Die Wolke drehte sich noch einmal. Dann flog sie höher. Hans war nicht traurig. Er wusste jetzt etwas Wichtiges. Wolken müssen frei sein. Sie gehören zum Himmel. Das war richtig so.

Hans saß auf seinem Lieblingsfelsen. Er schaute in den Himmel. Viele Wolken zogen vorbei. Alle waren frei. Alle tanzten im Wind. Hans verstand jetzt. Manche schöne Dinge kann man nicht besitzen. Man kann sie nur bewundern. Man kann Freunde sein. Aber man muss sie frei lassen. Hans fühlte sich weise. Seine goldenen Hörner glänzten stolz.

Jeden Tag schaute Hans zu den Wolken. Er winkte ihnen zu. Manchmal sah er seine tanzende Wolke. Er erkannte sie an ihrer Form. Sie tanzte immer noch fröhlich. Hans tanzte mit. Er sprang über die Felsen. Er war glücklich. Die Wolken waren frei. Und Hans hatte viele Freunde am Himmel. Das war das schönste Geschenk von allen.