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Auf dem sonnigen Marktplatz steht Stefan der Storch, sein Tyroler Hut wird vom heftigen Wind hochgerissen, während seine roten Stiefel auf dem Kopfsteinpflaster scharren.
Stefan der Storch stand auf dem Marktplatz. Er trug seine roten Stiefel und seinen Tiroler Hut mit der Feder. Plötzlich kam ein starker Wind! "Whoooosh!" Der Wind wehte Stefans Hut vom Kopf. "Oh nein! Mein Hut!" rief Stefan. Der Hut flog hoch in die Luft. Stefan rannte los. "Komm zurück!" Seine langen Beine trugen ihn schnell durch die Straßen.
In front of a bakery with fragrant buns displayed in the window, Stefan der Storch chases his fluttering hat in the morning light, beneath waving bread flags.
Der Hut flog über die Bäckerei. Stefan folgte ihm. "Guten Morgen, Stefan!" rief der Bäcker. "Keine Zeit!" antwortete Stefan und rannte weiter. Er sah frische Brötchen im Fenster. Der Duft war wunderbar! Aber Stefan musste seinen Hut fangen. Der Hut tanzte im Wind. Er flog höher und höher. Stefan lief schneller und schneller.
Auf dem sonnigen Spielplatz springt Stefan der Storch neben einer Schaukel hoch, während zwei staunende Kinder nach seinem Hut zeigen, der über den Rutschen kreist.
Der Hut flog zum Spielplatz. Kinder spielten auf der Schaukel. "Schaut! Ein fliegender Hut!" riefen sie. Stefan kam angerannt. "Habt ihr meinen Hut gesehen?" fragte er. Die Kinder zeigten nach oben. "Da fliegt er!" Stefan sprang hoch. Seine langen Beine halfen ihm. Aber der Hut war zu hoch. "Danke!" rief Stefan und lief weiter.
Im grünen Stadtpark rennt Stefan der Storch entlang des Teichs, winkt lachenden Enten zu und blickt zu seinem Hut hinauf, der im hellen Mittagslicht über baumbestandene Wege segelt.
Der Hut segelte über den Park. Stefan sah Enten im Teich. Sie schwammen fröhlich. "Quak, quak!" machten die Enten. Stefan winkte ihnen zu. Aber er lief weiter. Der Hut flog über die Bäume. Vögel zwitscherten in den Zweigen. Stefan liebte den Park. Aber heute musste er seinen Hut finden!
Auf der Dachplattform der städtischen Bücherei steht Stefan der Storch im Nachmittagsschatten, beugt sich vor und greift nach seinem Hut, der knapp vor der Wetterfahne tanzt, während Wind Falten in sein Gefieder bläst.
Der Hut landete kurz auf dem Dach der Bücherei. Stefan kletterte die Treppen hoch. "Fast habe ich ihn!" dachte er. Aber der Wind kam wieder. "Whoooosh!" Der Hut flog weiter. Stefan seufzte. "Dieser Wind ist sehr stark!" Er schaute von oben über die Stadt. Alles sah so klein aus. Dann stieg er schnell hinunter.
Vor dem bunten Blumenladen voller Rosen und Tulpen hastet Stefan der Storch durch ein Meer farbiger Blütenkübel, die Verkäuferin winkt lachend, während der Hut über flatternde Preisschilder wirbelt.
Der Hut flog zum Blumenladen. Bunte Blumen standen draußen. Rote Rosen, gelbe Tulpen! Stefan rannte vorbei. Die Blumenverkäuferin lachte. "Viel Glück, Stefan!" rief sie. Stefan winkte zurück. Der Hut drehte sich im Wind. Er sah so lustig aus! Stefan musste fast lachen. Aber er durfte nicht aufgeben!
Auf dem sonnigen Schulhof rennt der erschöpfte Stefan der Storch zwischen spielenden Kindern hindurch; sein Hut schwebt hoch über Klettergerüst und Pausenbank, während eine lächelnde Lehrerin ihm zuwinkt.
Der Hut flog über die Schule. Kinder spielten im Hof. "Stefan! Dein Hut!" riefen sie. Stefan nickte. "Ja, ich weiß!" Er lief durch den Schulhof. Die Lehrerin winkte ihm zu. Stefan war schon müde. Seine Beine fühlten sich schwer an. Aber sein Hut war wichtig! Der Wind pustete immer noch stark.
In front of the tall town hall, Stefan der Storch circles in the midday light, the tower clock chimes loudly, his hat swirls above the bell tower, and pigeons take flight into the air.
Der Hut flog zum großen Rathaus. Die Turmuhr zeigte zwölf Uhr. "Bong, bong, bong!" läutete die Glocke. Stefan hielt sich die Ohren zu. Der Hut flog um den Turm. Stefan lief im Kreis. Er wurde schwindlig! "Wo bist du, kleiner Hut?" rief er. Dann sah er den Hut wieder. Er flog zur Feuerwache!
Auf dem Hof der Feuerwache greift Stefan der Storch nach seinem Hut, der auf dem startenden roten Feuerwehrauto liegt; Blaulichter spiegeln im Federkleid, Sirene heult.
Der Hut landete auf dem Feuerwehrauto. Stefan rannte schnell hin. "Endlich!" rief er glücklich. Er streckte seine langen Beine aus. Fast hatte er den Hut! Aber das Feuerwehrauto fuhr los. "Tatütata!" Die Feuerwehr musste zu einem Einsatz. Stefan seufzte tief. Der Hut flog wieder weg. "Nicht schon wieder!" rief Stefan.
Am alten, mosaikverzierten Brunnen steht Stefan der Storch in der Abenddämmerung, bläst kräftig in sein goldenes Posthorn, während sein Hut langsam über das plätschernde Wasser kreist.
Der Hut flog zum alten Brunnen. Stefan folgte ihm müde. Sein Horn baumelte an seiner Seite. Der Brunnen plätscherte leise. Der Hut kreiste über dem Wasser. Stefan hatte eine Idee! Er nahm sein Posthorn. "Tuuuut!" blies er laut. Der Ton hallte durch die Straßen. Vielleicht würde der Wind aufhören?
Neben dem Brunnen wartet Stefan der Storch ruhig, die Flügel weit ausgebreitet; in der sanften Abendbrise sinkt sein Hut spiralförmig herab, der Wind ist kaum hörbar.
Der Wind wurde schwächer. "Whooo..." machte er leise. Der Hut flog langsamer. Er sank nach unten. Stefan wartete geduldig. Der Hut schwebte tiefer und tiefer. Stefan stand bereit. Seine Flügel waren ausgebreitet. "Jetzt!" dachte er. Der Hut kam näher. Stefan konnte ihn fast berühren. Noch ein bisschen...
Auf der kopfstein­gepflasterten Straße unter laternenschwarmendem Abendlicht hält Stefan der Storch seinen Hut endlich in den Flügeln, setzt ihn zufrieden auf und lächelt erschöpft.
Der Hut landete sanft in Stefans Flügeln. "Hurra!" rief Stefan glücklich. Er setzte den Hut auf seinen Kopf. Die Feder wackelte fröhlich. Stefan war sehr müde. Aber er war auch sehr froh! Er hatte die ganze Stadt gesehen. Das war ein großes Abenteuer! Stefan ging nach Hause. Morgen würde er den Hut fester aufsetzen!