

Das kleine graue Kätzchen Mimi spielt im Garten. Es sieht einen bunten Schmetterling. Der Schmetterling fliegt höher und höher. Mimi will ihn fangen. Sie klettert auf den Baum. Dann springt sie auf das Dach. Der Schmetterling fliegt weg. Mimi schaut nach unten. Oh nein! Das ist sehr hoch! Mimi bekommt große Angst. Sie miaut laut.

Mimi sitzt auf dem roten Dach und zittert. Sie ruft: "Miau! Miau! Hilfe!" Frau Müller hört das Miauen. Sie kommt aus dem Haus. "Ach du liebes Kätzchen! Wie bist du da hochgekommen?" Frau Müller versucht Mimi zu erreichen. Aber das Dach ist zu hoch. Die Leiter ist zu kurz. Frau Müller ruft: "Wer kann helfen?"

Stefan der Storch fliegt durch die Luft. Er trägt seine roten Stiefel und seinen Tiroler Hut mit der Feder. Stefan hört das laute Miauen. Er schaut nach unten. Was ist denn da los? Stefan sieht das kleine Kätzchen auf dem Dach. Er sieht auch Frau Müller. Sie winkt mit den Armen. Stefan fliegt tiefer. "Kann ich helfen?" ruft er.

Stefan landet neben Frau Müller im Garten. "Das arme Kätzchen traut sich nicht herunter", sagt Frau Müller traurig. Stefan schaut zum Dach hinauf. Mimi miaut noch lauter. "Keine Sorge", sagt Stefan fröhlich. "Ich bin groß und kann fliegen. Ich hole die kleine Mimi herunter." Frau Müller klatscht in die Hände. "Oh danke, lieber Stefan!" Stefan nickt mit seinem Kopf.

Stefan breitet seine großen weißen Flügel aus. Er fliegt elegant in die Luft. Sein Tiroler Hut sitzt fest auf dem Kopf. Die Feder wackelt im Wind. Stefan fliegt höher und höher. Er kommt näher zum Dach. Mimi sieht den großen Vogel kommen. Zuerst hat sie noch mehr Angst. Aber Stefan lächelt freundlich. "Hab keine Angst, kleine Mimi", sagt er sanft.

Stefan landet vorsichtig auf dem Dach. Seine roten Stiefel machen ein leises Geräusch. Mimi zittert noch immer. "Ich helfe dir jetzt", sagt Stefan ruhig. Er kommt ganz langsam näher. Mimi schaut ihn mit großen Augen an. Stefan öffnet seinen langen Schnabel. Er ist sehr vorsichtig. Mimi schnurrt leise. Sie spürt, dass Stefan ihr Freund ist. Stefan nickt beruhigend.

Stefan fasst Mimi ganz sanft mit seinem Schnabel. Er hält sie am Nackenfell, wie eine Mama-Katze. Mimi wird ganz still. Sie vertraut Stefan. Stefan breitet seine Flügel aus. Langsam hebt er ab vom Dach. Er fliegt vorsichtig nach unten. Die Feder an seinem Hut tanzt im Wind. Mimi hält ganz still. Sie fühlt sich sicher bei Stefan. Bald sind sie unten.

Stefan landet weich im grünen Gras. Er setzt Mimi vorsichtig ab. Mimi wackelt mit dem Schwanz. Sie ist wieder auf dem Boden! Frau Müller rennt herbei. "Mimi! Mein kleines Kätzchen!" Sie nimmt Mimi auf den Arm. Mimi schnurrt laut und glücklich. Frau Müller hat Tränen in den Augen. "Danke, danke, lieber Stefan!" Stefan wippt fröhlich hin und her.

Frau Müller läuft schnell ins Haus. Stefan wartet im Garten. Mimi sitzt im Gras und putzt sich. Frau Müller kommt zurück. Sie trägt einen Teller mit leckerem Kuchen. "Das ist für dich, Stefan", sagt sie lächelnd. Stefan freut sich sehr. "Oh wie nett!" Er pickt den Kuchen mit seinem Schnabel. "Sehr lecker", sagt er zufrieden. Mimi miaut fröhlich dazu.

Stefan, Mimi und Frau Müller sitzen zusammen im Garten. Die Sonne scheint warm. Stefan erzählt lustige Geschichten von seinen Flügen. Mimi hört zu und schnurrt. Manchmal spielt sie mit Stefans Federn. Stefan lacht darüber. "Du bist ein lustiges Kätzchen", sagt er. Mimi miaut fröhlich. Frau Müller lächelt. "Ihr seid jetzt richtige Freunde", sagt sie glücklich. Alle nicken.

"Ich klettere nie wieder so hoch", sagt Mimi leise. Stefan nickt weise. "Das ist eine gute Idee. Aber weißt du was? Wenn du Hilfe brauchst, kannst du immer rufen." Mimi schaut Stefan an. "Kommst du dann wieder?" "Natürlich", sagt Stefan. "Das machen Freunde doch!" Frau Müller streicht Mimi sanft. "Und bleib lieber im Garten", sagt sie liebevoll. Mimi schnurrt zustimmend.

Die Sonne geht langsam unter. Der Himmel wird orange und rosa. Stefan muss weiterfliegen. Er setzt seinen Tiroler Hut zurecht. "Auf Wiedersehen, meine Freunde!" Er breitet seine Flügel aus. Mimi und Frau Müller winken. "Auf Wiedersehen, Stefan! Danke für alles!" Stefan fliegt davon. Mimi kuschelt sich an Frau Müller. Es war ein aufregender Tag. Aber am Ende war alles gut.