

Der kleine Feldhamster Toni hüpfte fröhlich über das Stoppelfeld. "Heute wird ein toller Tag!", rief er. Mit seinen kleinen Pfoten grub er nach den dicksten Getreidekörnern. Eins, zwei, drei! In seine Backen stopfte er die goldenen Schätze. "Diese sind perfekt für den Winter!", freute er sich. Sein Bau würde bald voll sein. Toni fühlte sich stark und stolz.

Tag für Tag arbeitete Toni fleißig. Seine Vorratskammer füllte sich mit den besten Körnern. "Schau nur, wie viele ich habe!", sagte er zu sich selbst. Die Körner glänzten wie kleine Goldstücke. Toni ordnete sie sorgfältig in Reihen. "Für den ganzen Winter reicht das!", dachte er zufrieden. Sein Bau war gemütlich und warm. Toni war sehr glücklich mit seiner Arbeit.

"Ich besuche heute Lina!", beschloss Toni eines Morgens. Die kleine Feldmaus war seine beste Freundin. Er hüpfte durch das hohe Gras zu ihrem Bau. "Lina! Lina! Bist du da?", rief er fröhlich. Aber niemand antwortete. Toni lauschte genau. Er hörte ein leises Schluchzen. "Lina, was ist los?", fragte er besorgt. Seine Freundin brauchte ihn!

Lina saß vor ihrem Bau und weinte. "Oh Toni, es ist schrecklich!", schluchzte sie. "Was ist passiert?", fragte Toni besorgt. Lina zeigte auf ein großes Loch in ihrer Wand. "Meine ganzen Vorräte sind weg!", erklärte sie traurig. "Der Regen hat sie weggeschwemmt." Toni sah die leere Kammer. Sein kleines Herz wurde schwer. "Das ist ja furchtbar!", sagte er mitfühlend.

Toni dachte an seinen eigenen vollen Vorrat. Er hatte so hart dafür gearbeitet! "Was soll ich nur tun?", überlegte er. Lina sah so traurig aus. "Der Winter kommt bald", murmelte Toni. Er erinnerte sich an alle schönen Momente mit Lina. Sie hatte ihm oft geholfen. "Freunde helfen einander!", sagte er plötzlich laut. Seine Entscheidung war getroffen!

"Ich habe eine Idee!", rief Toni. "Warte hier, Lina!" Er rannte schnell zu seinem Bau zurück. "Sie darf nichts merken", flüsterte er aufgeregt. Toni betrachtete seine schönen Vorräte. "Die besten Körner für Lina!", entschied er mutig. Er begann, die dicksten auszuwählen. Seine Backen würde er ganz voll stopfen. "Das wird eine Überraschung!", lächelte er.

Toni füllte seine Backen bis sie rund wie Bälle waren. So viele Körner! Er konnte kaum noch laufen. Langsam hüpfte er zu Linas Bau. "Hoffentlich sieht mich niemand", dachte er. Vorsichtig schlich er hinein. In Linas leerer Kammer legte er die Körner ab. "Noch mehr!", beschloss er. Zurück ging es zu seinem Vorrat. Die Arbeit hatte gerade erst begonnen!

Hin und her lief Toni den ganzen Tag. Seine Beine wurden müde, aber er machte weiter. "Noch eine Reise!", sagte er sich. Die Körner wanderten von seinem Bau zu Linas Nest. Toni keuchte, aber er lächelte dabei. "Für meine beste Freundin!", flüsterte er. Die Sonne wanderte über den Himmel. Tonis Haufen wurde kleiner, Linas größer. Er war fast fertig!

"Lina, komm schnell!", rief Toni am nächsten Morgen. "Was ist denn?", fragte Lina neugierig. "Schau in deinen Bau!", sagte Toni aufgeregt. Lina huschte hinein und quietschte vor Freude. "Wo kommen all diese Körner her?", staunte sie. Ihre Augen wurden ganz groß. Der Vorrat war größer als zuvor! "Das ist ein Wunder!", rief sie glücklich.

"Das warst du, Toni!", erkannte Lina plötzlich. "Stimmt", gab Toni lächelnd zu. "Aber das waren deine Vorräte!", sagte Lina besorgt. "Freunde teilen", antwortete Toni einfach. Lina umarmte ihn fest. "Du bist der beste Freund der Welt!" Toni fühlte sich warm im Herzen. "Ich habe noch genug für mich", versicherte er. Lina strahlte vor Glück.

"Lass uns zusammen feiern!", schlug Lina vor. Sie bereiteten ein wunderbares Festmahl vor. Die leckersten Körner teilten sie miteinander. "Mmm, so gut!", schmatzten beide. Sie erzählten lustige Geschichten und lachten viel. "Zusammen schmeckt es besser!", sagte Toni. Lina nickte fröhlich. Der Abend war gemütlich und warm. Zwei glückliche Freunde feierten ihre Freundschaft.

"Weißt du was, Lina?", sagte Toni nachdenklich. "Was denn?", fragte seine Freundin. "Teilen macht glücklicher als Sammeln!" Lina lächelte. "Und Freunde sind wichtiger als Vorräte." Beide nickten zufrieden. Der Winter konnte jetzt kommen. Gemeinsam waren sie stark. "Danke, Toni", flüsterte Lina. "Danke, dass du meine Freundin bist", antwortete Toni. Sie waren die glücklichsten Tiere im ganzen Feld!