

Die Sonne malt den Himmel orange und rosa. Willi die Waldbiene summt fröhlich. "Zeit für meine Abendrunde!", ruft er. Er setzt seine Fliegerbrille auf den Kopf zurecht. Seine gelb-schwarzen Streifen leuchten im Abendlicht. Mit einem Brummen hebt er ab. Seine Flügel schimmern wie kleine Fenster. "Bis gleich, liebes Zuhause!", summt Willi seinem Stock zu. Los geht die letzte Reise des Tages.

Willi fliegt zur großen Sonnenblume. "Guten Abend, liebe Sonnenblume!", summt er leise. Die Sonnenblume nickt müde mit ihrem Kopf. "Hallo Willi", flüstert sie gähnend. Ihre gelben Blütenblätter schließen sich langsam. "Schläfst du schon?", fragt Willi sanft. "Gleich", antwortet die Blume. "Dann wünsche ich dir süße Träume!", sagt Willi. Er fliegt weiter durch den dämmrigen Wald.

Am Wegrand entdeckt Willi kleine Gänseblümchen. "Gute Nacht, ihr Kleinen!", summt er liebevoll. Die weißen Blümchen schließen ihre Blätter. "Gute Nacht, Willi!", piepsen sie im Chor. Ein Gänseblümchen gähnt besonders laut. "Ich bin so müde", sagt es. "Dann schlaft schön", flüstert Willi. Seine Flügel brummen leise wie ein Schlaflied. Die Gänseblümchen kuscheln sich in ihre Blätter.

Blaue Vergissmeinnicht wachsen am Bach. Willi fliegt zu ihnen hinunter. "Seid ihr noch wach?", fragt er. "Ja, wir warten auf dich!", rufen sie. Die kleinen blauen Blüten strahlen. "Ihr seid so lieb", lacht Willi. "Wir mögen deine Besuche", sagen sie. "Gute Nacht, kleine Sternchen!", summt Willi. Die Vergissmeinnicht schließen ihre Blüten wie kleine Augen.

Willi fliegt zur großen Eiche. In ihren Ästen wachsen kleine Moospolster. "Guten Abend, alte Eiche!", ruft Willi. Die Eiche raschelt mit ihren Blättern. "Hallo, kleiner Freund", brummt sie tief. "Bist du müde?", fragt Willi. "Ein bisschen", antwortet die Eiche. "Dann schlaf gut!", sagt Willi fröhlich. Er streichelt sanft ihre raue Rinde mit seinem Beinchen.

Gelbe Butterblumen wiegen sich im Wind. Willi landet auf einer davon. "Hallo ihr Goldenen!", summt er. "Willi! Willi!", jubeln die Butterblumen. Sie kichern und schaukeln hin und her. "Seid ihr nicht müde?", fragt Willi. "Doch, aber wir freuen uns so!", lachen sie. "Dann kuschelt euch jetzt ein", sagt Willi. Die Butterblumen schließen ihre Blütenblätter wie kleine Umarmungen.

Eine wilde Rose duftet süß im Abendwind. Willi fliegt zu ihr hinauf. "Gute Nacht, schöne Rose!", flüstert er. "Danke, lieber Willi", haucht die Rose. Ihre rosa Blütenblätter glänzen im Mondlicht. "Du riechst so wunderbar", sagt Willi. "Das ist mein Gutenachtduft", lächelt die Rose. Sie schließt langsam ihre Blüte. Willi summt ihr ein leises Liedchen.

Weiße Pusteblumen stehen auf der Wiese. Willi fliegt vorsichtig zwischen ihnen. "Gute Nacht, fluffige Freunde!", ruft er leise. "Nicht pusten!", bitten die Löwenzähne. Ihre weißen Schirmchen zittern sanft. "Keine Sorge", lacht Willi. "Ich passe auf!" Er schwebt ganz sachte. "Danke, Willi", flüstern sie. Die Pusteblumen neigen ihre Köpfchen zum Schlafen.

Lila Glockenblumen hängen an langen Stielen. Willi fliegt in ihre Nähe. "Ding dong, gute Nacht!", scherzt er. Die Glockenblumen klingeln leise im Wind. "Gute Nacht, lustiger Willi!", läuten sie. "Träumt von schönen Dingen", sagt Willi. "Von Sonnenschein und Regen", antworten sie. Ihre Blüten schließen sich wie kleine Glocken. Willi winkt ihnen mit seinem Beinchen zu.

Grüne Kleeblätter wachsen dicht am Boden. Willi summt tief hinunter. "Gute Nacht, kleines Klee!", ruft er. "Gute Nacht, Willi!", antworten viele Stimmen. Hunderte Kleeblätter falten sich zusammen. "Ihr seid so viele!", staunt Willi. "Und du besuchst uns alle", sagen sie. "Natürlich!", lacht Willi. Die Kleeblätter kuscheln sich aneinander.

Willi fliegt noch einmal über die Wiese. "Gute Nacht, lieber Wald!", ruft er laut. Alle Blumen und Pflanzen flüstern zurück. "Gute Nacht, Willi!", erklingt es überall. Die Sterne funkeln am dunklen Himmel. Der Mond leuchtet silbern und rund. "Jetzt bin ich auch müde", gähnt Willi. Seine Flügel werden schwerer. Zeit, nach Hause zu fliegen.

Willi fliegt zurück zu seinem Stock. "Endlich Zuhause!", summt er leise. Er krabbelt in sein kuscheliges Bett. Das Bett ist weich und warm. Seine Fliegerbrille legt er vorsichtig ab. "Was für ein schöner Tag", flüstert er. Seine Augen werden ganz schwer. "Gute Nacht, liebe Welt", murmelt Willi. Dann schläft die kleine Waldbiene friedlich ein.