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In the windy lakeside reeds under a grey autumn afternoon sky, Stefan der Storch balances on one leg, his red boots gleaming and Tyrolean hat with feather askew. Nearby, other birds flap excitedly as leaves swirl around them.
Der Herbstwind pustete durchs Schilf, und Stefan der Storch wackelte auf einem Bein. Seine roten Stiefel glänzten, und sein Tirolerhut mit Feder saß schief. „Wo ist der Süden?“, fragte er und blinzelte in den grauen Himmel. Die anderen Vögel flatterten aufgeregt. „Bald geht’s los!“, riefen sie. Stefan schluckte. „Ich will nicht falsch fliegen.“ Da raschelten die Blätter: Zeit zum Üben!
On a crisp morning above the shimmering lake, Stefan der Storch leads flight drills, wings raised while clutching his wobbling Tyrolean hat; his red boots almost tangle beneath him. Small other birds circle around, giggling at his near stumble.
Am nächsten Morgen machten alle Flugübungen. „Flügel hoch, Flügel runter!“, rief Stefan und stolperte dabei fast über seine roten Stiefel. „Du bist witzig“, piepsten die kleinen Vögel. Stefan lachte: „Meine Stiefel sind eben mutig!“ Dann starteten sie gemeinsam. Sie flogen Kreise über dem See, mal langsam, mal schneller. Stefan hielt den Tirolerhut mit der Feder fest. „Ich kann das!“, rief er in den Wind.
Under a clear night sky by the quiet lakeshore, Stefan der Storch sits on the ground gazing upward, his Tyrolean hat tilted, red boots tucked beside him. A nearby bird points a wing toward the steady Polarstern twinkling overhead.
Abends wurde es früh dunkel, und der Himmel war voller Sterne. Stefan saß still und schaute nach oben. „Wie zeigt mir das den Süden?“, flüsterte er. Ein Vogel neben ihm sagte: „Suche den hellen Stern, der fast still steht.“ Stefan legte den Kopf schief. „Der da?“ Er tippte mit dem Schnabel in die Luft. „Genau! Das ist der Polarstern. Wenn du ihn findest, weißt du, wo Norden ist.“
On the sandy lakeshore under pale afternoon light, Stefan der Storch scratches arrows into the sand with a stick, murmuring directions. He stamps a red boot and spins, making his Tyrolean hat wobble as amused other birds watch.
Stefan malte mit einem Stock Pfeile in den Sand. „Wenn da Norden ist, dann ist Süden…“, murmelte er. „Hinter mir!“, rief er plötzlich und drehte sich so schnell, dass sein Tirolerhut wackelte. „Nicht hinter dir, Stefan“, kicherten die anderen Vögel, „sondern gegenüber von Norden.“ Stefan nickte ernst. „Gegenüber. Das merke ich mir.“ Er stampfte mit einem roten Stiefel: „Süden = gegenüber!“ Dann übten sie das Drehen, bis allen schwindlig wurde.
At the windswept riverbank during a grey morning, Stefan der Storch adjusts his Tyrolean hat to confirm the feather, then inspects his red boots with worried eyes. Other birds nestle nearby among pebbles, while a cold gust ruffles their feathers.
Am Ufer sammelten die Vögel Kraft für die Reise. Stefan prüfte seinen Hut: „Feder dabei, gut!“ Er schaute auf seine Stiefel. „Sind wir zu schwer?“ Die anderen riefen: „Nein, du schaffst das!“ Stefan suchte die besten Plätze zum Ausruhen. „Wir fliegen in Etappen“, erklärte er. „Und wir bleiben zusammen.“ Ein kalter Windstoß kam. Stefan fröstelte. „Süden, ich komme“, sagte er leise und klopfte sich mutig auf die Brust.
At sunrise on the lake’s sparkling shoreline, Stefan der Storch runs through shallow water, red boots splashing as he lifts off clutching his Tyrolean hat. Behind him, other birds form a long airborne line above the pink-gold sky.
Die Sonne ging auf, und der Himmel wurde rosa. „Jetzt!“, rief Stefan. Er rannte, seine roten Stiefel platschten kurz ins Wasser, dann hob er ab. „Juhu!“, rief er und hielt den Tirolerhut fest. Alle Vögel bildeten eine lange Linie. „Bleibt nah!“, rief Stefan. Unter ihnen glitzerte der See wie ein Spiegel. Stefan atmete tief. „Süden ist dort, wo es wärmer wird“, sagte er. „Und wir finden ihn!“
High above a winding river at cloudy midday, Stefan der Storch hovers ahead of the flock, pointing his beak along the shining water ribbon. White clouds loom around them, and a sudden gust tugs at his Tyrolean hat’s feather.
Mittags wurden die Wolken dick wie Watte. Stefan schaute hoch. „Wo sind die Sterne, wenn man sie braucht?“ Die anderen Vögel flogen ruhig weiter. „Tagsüber helfen uns Flüsse und Berge“, rief jemand. Stefan entdeckte einen langen Fluss. „Der führt uns!“ Er flog ein Stück höher und rief: „Folgt dem Band aus Wasser!“ Plötzlich kam ein Windstoß, der an seinem Hut zerrte. „Nicht meinen Tirolerhut!“, rief Stefan und kicherte trotz der Aufregung.
On a quiet field beneath the early night sky, Stefan der Storch sits tiredly with his red boots neatly side by side, raising one wing toward the twinkling Polarstern. Other birds gather close, their feathers glowing faintly in starlight.
Als es dunkel wurde, landeten sie auf einem Feld. „Puh, meine Flügel sind müde“, sagte Stefan und setzte sich vorsichtig. Seine roten Stiefel standen ordentlich nebeneinander. „Schaut!“, flüsterte er und zeigte nach oben. Die Sterne waren wieder da. Stefan suchte den Polarstern. „Da bist du!“, sagte er erleichtert. „Also ist Norden dort… und Süden dort drüben.“ Die anderen nickten. „Gute Arbeit, Stefan“, piepsten sie. Stefan lächelte: „Danke, Sterne.“
Mid-flight in heavy daytime rain, Stefan der Storch flies close to a small shivering bird, sheltering it with his extended wing as droplets batter his sagging Tyrolean hat and feather. Blurred grey clouds fill the background.
Am nächsten Tag prasselte Regen. Tropfen klatschten auf Stefans Tirolerhut, und die Feder hing traurig herunter. „Oh nein“, rief Stefan, „ich sehe kaum!“ Die anderen Vögel rückten näher. „Wir fliegen langsamer“, riefen sie. Stefan spürte, wie warm es in der Gruppe wurde. „Danke“, sagte er. Dann hörte er ein ängstliches Piepsen aus der Reihe. „Nicht zurückfallen!“, rief Stefan. Er flog neben dem kleinen Vogel und sagte: „Ich bleibe bei dir.“ Gemeinsam schafften sie es durch den Regen.
During a lightning-lit stormy dusk, Stefan der Storch leads the flock into a dense tree cluster, landing on soggy ground. He presses his red boots together and watches other birds shake water off while a bolt cracks the sky behind.
Plötzlich zuckte ein Blitz am Himmel. „Uff!“, rief Stefan und zuckte zusammen. „Keine Panik!“, rief er schnell, obwohl sein Herz klopfte. „Wir suchen einen ruhigen Platz.“ Er entdeckte eine Baumgruppe. „Dort unten landen wir kurz!“ Alle setzten sich, schüttelten Wasser aus den Federn und atmeten. Stefan zog seine roten Stiefel aneinander. „Sobald es besser ist, schauen wir wieder nach den Sternen“, sagte er. Die anderen Vögel antworteten: „Guter Plan, Stefan!“
In gentle evening air above golden fields, Stefan der Storch glides at the flock’s head, his Tyrolean hat’s feather standing proudly again. Clear stars emerge, and he points his beak to the Polarstern shining over the calm landscape.
Der Regen hörte auf, und die Luft wurde weicher. Stefan flog voran und spürte: Der Wind war nicht mehr so kalt. „Riecht ihr das?“, fragte er. „Es riecht nach Sonne!“ Die anderen lachten. Unter ihnen wurden die Felder gelber, und es gab weniger Nebel. Abends kamen Sterne heraus, ganz klar. Stefan fand den Polarstern sofort. „Süden liegt vor uns“, sagte er. „Nur noch ein bisschen!“ Seine Tirolerhut-Feder stand wieder stolz.
On a sunny palm-lined beach, Stefan der Storch lands softly, his red boots leaving crisp prints in the warm sand as he straightens his Tyrolean hat. Other birds circle overhead against the turquoise water, celebrating their arrival.
Eines Morgens sah Stefan Palmen am Wasser. „Wir sind da!“, rief er so laut, dass sein Schnabel vibrierte. Alle Vögel jubelten und drehten eine fröhliche Runde. Stefan landete weich im Sand, seine roten Stiefel hinterließen kleine Spuren. Er setzte den Tirolerhut gerade. „Süden“, sagte er zufrieden, „du warst die ganze Zeit da draußen, und ich musste nur lernen, dich zu finden.“ Die anderen Vögel nickten. „Und zusammen war es leichter“, sagte Stefan. Dann ruhten sie sich aus und hörten den warmen Wind.