

Fritz der Frosch saß am Ufer seines Baches. Er trug seine kleine gelbe Fliege. "Wohin fließt mein Bach?", fragte er sich. Das Wasser plätscherte vorbei. Fritz wollte es herausfinden. "Ich mache eine Reise!", rief er fröhlich. Er hüpfte auf ein großes Blatt. Das Blatt schwamm auf dem Wasser. "Los geht's!", sagte Fritz aufgeregt. Seine Reise begann.

Fritz schwamm um eine Kurve. Da sah er eine braune Ente. "Guten Tag!", rief Fritz. "Wohin gehst du?", fragte die Ente. "Ich suche, wohin der Bach fließt", antwortete Fritz. Die Ente lachte. "Der Bach fließt weit!", sagte sie. "Viel Glück, kleiner Frosch!" Fritz winkte und schwamm weiter. Er war sehr neugierig. Bald würde er mehr erfahren.

Das Wasser wurde schneller. Fritz hielt sich fest an seinem Blatt. Große Steine ragten aus dem Wasser. "Hoppla!", rief Fritz. Das Blatt tanzte über die Wellen. Links, dann rechts! Fritz lachte laut. Das machte Spaß! Nach den Steinen wurde das Wasser ruhiger. Fritz atmete tief ein. "Das war aufregend!", sagte er. Seine gelbe Fliege war noch da.

Eine blaue Libelle flog vorbei. Sie summte ein fröhliches Lied. "Hallo!", rief Fritz. "Hallo, Frosch mit der schönen Fliege!", antwortete die Libelle. "Kennst du den Weg des Baches?", fragte Fritz. Die Libelle nickte. "Folge dem Wasser, es führt dich weit", sang sie. "Danke!", rief Fritz. Die Libelle flog davon. Fritz schwamm weiter mit einem Lächeln.

Der Bach wurde breiter und tiefer. Fritz sah Fische unter sich schwimmen. "Wie schön!", dachte er. Ein silberner Fisch sprang aus dem Wasser. "Willkommen im Teich!", rief der Fisch. Fritz winkte. "Ich bin auf einer Reise", erklärte er. "Wie mutig!", sagte der Fisch. Fritz fühlte sich stolz. Der Teich war wunderschön. Aber er musste weiterreisen.

Am Ufer saß eine alte Schildkröte. Sie hatte einen grünen Panzer. "Junger Frosch, wohin so eilig?", fragte sie. Fritz erzählte von seiner Reise. Die Schildkröte nickte weise. "Der Bach fließt zum großen Fluss", sagte sie. "Und der Fluss?", fragte Fritz gespannt. "Das musst du selbst sehen", lächelte die Schildkröte. Fritz bedankte sich. Die Reise ging weiter!

Plötzlich wurde das Wasser sehr breit. Fritz staunte. "Das ist der große Fluss!", rief er. Das Wasser war stark und mächtig. Viele Bäche flossen hier zusammen. Fritz fühlte sich klein. Aber er war auch stolz. Er hatte es bis hierher geschafft! "Ich bin ein mutiger Frosch", sagte er. Seine gelbe Fliege glänzte in der Sonne.

Fritz hörte neue Geräusche. Vögel sangen andere Lieder. Das Wasser rauschte lauter. "Alles ist hier größer", dachte Fritz. Er sah hohe Bäume am Ufer. Schmetterlinge flatterten vorbei. Fritz war aufgeregt und ein bisschen müde. Aber er wollte mehr sehen. "Wohin fließt dieser Fluss?", fragte er sich. Die Antwort musste nahe sein.

Ein grauer Reiher stand im flachen Wasser. Er war sehr groß! Fritz hatte ein wenig Angst. "Keine Sorge, kleiner Frosch", sagte der Reiher freundlich. "Wohin fließt der Fluss?", fragte Fritz mutig. "Zum großen Meer", antwortete der Reiher. Fritz' Augen wurden groß. "Das Meer!", flüsterte er. "So weit fließt das Wasser!" Der Reiher nickte. Fritz war begeistert!

Fritz beschloss, ans Ufer zu schwimmen. Er war müde von der langen Reise. Das Blatt legte am sandigen Strand an. Fritz hüpfte ab. "Ich habe es geschafft!", rief er glücklich. Er hatte so viel gelernt! Der Bach wurde zum Fluss. Der Fluss fließt zum Meer. Fritz setzte sich hin. Er betrachtete das große Wasser. Alles war verbunden!

Die Sonne stand tief am Himmel. Fritz dachte an sein Zuhause. "Ich muss zurück", sagte er. Aber wie? Ein freundlicher Biber kam vorbei. "Brauchst du Hilfe?", fragte der Biber. Fritz nickte. "Ich zeige dir einen Weg!", sagte der Biber. Er kannte einen ruhigen Pfad zurück. Fritz folgte dem Biber. Bald würde er zu Hause sein.

Fritz erreichte seinen kleinen Bach. Alles sah vertraut aus. "Ich bin wieder da!", rief er fröhlich. Seine gelbe Fliege saß perfekt. Fritz war stolz auf seine Reise. Er wusste jetzt, wohin der Bach fließt. Vom Bach zum Fluss, vom Fluss zum Meer! "Was für ein Abenteuer!", sagte Fritz. Er lächelte und schloss die Augen. Zu Hause war es am schönsten.
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